Einheimische und Geflüchtete spielen gemeinsam: Kamelrennen und Kuhhandel
von Christoph Meer
An jedem vierten Sonntag im Monat hört man das Lachen im MachMit, dem Treffpunkt der Flüchtlingshilfe Sprockhövel, bis auf die Straße. Denn beim Spieletreff von Einheimischen und Geflüchteten sind Andrang und Vergnügen groß. Der nächste Spieletreff ist am 28.Mai ab 16 Uhr.
Aus der Küche dringt ein Jubelschrei. Nach vielen Anläufen hat Ahmad endlich einmal bei „Camel Up“ gewonnen, einem Wettspiel rund um ein verrücktes Kamelrennen. Derweil ärgert sich Klaus vorn im Unterrichtsraum, weil beim Würfeln partout nicht die richtige Zahl fallen will, mit der er die nächste Hürde beim Malefiz knacken kann. Rund um den großen Tisch sitzen zwei weitere Grüppchen, die sich mit unterschiedlichen Spielen vergnügen. Sie haben nicht nur beim Kartenspiel Kuhhandel so viel Spaß, dass Sprachbarrieren locker überwunden werden, auch Nationalitäten spielen keine Rolle mehr. Wenn der Siegeszug eines Konkurrenten gestoppt werden soll, finden sich auch ungewöhnliche Koalitionen. Da verbünden sich Afghanen mit Somalis oder Deutsche mit Irakern. Hauptsache, es macht Spaß. Irgendwer bringt immer etwas zum Knabbern mit, in der Küche wird Kaffee und Tee gekocht. Selten ist die Stimmung so entspannt bei der Flüchtlingshilfe. Spielen lässt Stress und Alltagssorgen vergessen.
Der Spieletreff hat bereits dreimal stattgefunden, immer war das MachMit an der Mittelstraße 67 in Haßlinghausen gut gefüllt. Doch ein Plätzchen für neue Mitspielerinnen und Mitspieler findet sich immer. Der vierte Spieletreff findet am Sonntag, den 28 Mai von 16 bis etwa 19 Uhr statt. Und danach geht es weiter, an jedem vierten Sonntag im Monat.