Gesichter mit Geschichten - Flüchtlingshilfe-Beitrag zum Stadtjubiläum

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Mit dem Kleben der ersten Großflächenplakate hat die Flüchtlingshilfe Sprockhövel heute die heiße Phase ihrer Kampagne „Behind the Picture - Gesichter mit Geschichten“ gestartet. Bis zum Jahresende werden 28 Motive plakatiert sowie in Zeitungsanzeigen und im Internet veröffentlicht. Mit den Gesichtern und Geschichten von in Sprockhövel lebenden Menschen will die Flüchtlingshilfe Vorurteile abbauen und zugleich einen Beitrag zum 50-jährigen Stadtjubiläum leisten.
Die Großflächenplakate an der Hauptstraße 31 in Niedersprockhövel und an der Mittelstraße 43 in Haßlinghausen werden etwa alle zehn Tage gewechselt. Sie zeigen nicht nur Geflüchtete, sondern auch Einheimische, darunter die ehemalige Stadtarchivarin Karin Hockamp, die evangelische Pfarrerin Heike Riemermann, Feuerwehrchef Christian Zittlau, Supermarktleiter Moritz Lenk oder Gerhard Wagenknecht vom IG-Metall-Bildungszentrum. Sie sollen aufmerksam machen auf den Internetauftritt www.behind-the-picture.de . Dort kann jeweils kurz nach der Plakatierung die dazugehörige Geschichte nachgelesen und ein Video-Interview angesehen werden. So werden Schritt für Schritt bis Ende 2020 alle 28 komplett sein.
Das erste Motiv (siehe Anhang) zeigt den 2016 aus Tadschikistan geflüchteten Akbar Zoirov. Der 28jährige hat seine Zimmermannsausbildung als einer der fünf besten seines Jahrgangs im Bauhandwerk in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen und will nun Meister werden. „Mein Ziel ist ein eigener Betrieb“, sagt der Vater einer sechsjährigen Tochter.
Im Juli soll dann eine Wanderausstellung folgen. Dort haben Interessierte die Möglichkeit, in Geschichten und Interviews (u.a. über Videostationen) und in persönlichen Gesprächen noch mehr über die Menschen von den Plakatwänden zu erfahren.
Zugewanderte und Einheimische haben das vom Bundesinnenministerium geförderte Projekt über mehrere Monate in Workshops vorbereitet und  gemeinsam entschieden, welche Geschichten erzählt werden. Die so entstandenen Texte, Bilder und Videos sollen später zusammen mit Fachleuten als
Unterrichtsmaterial aufbereitet werden.

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