Ich wollte doch nur frei sein - 22. Plakat "Behind the Picture"

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Von Eritrea quer durch Afrika und dann mit 322 Menschen auf einem Gummiboot über das Mittelmeer. So gelangte Saymn Zumkial schließlich nach Sprockhövel. Er ist auf dem 22. Plakat des Flüchtlingshilfe-Integrationsprojektes „Behind the Picture - Gesichter mit Geschichten“ zu sehen.

„Die Flucht war lebensgefährlich, es sind ein paar Leute gestorben, mit denen ich unterwegs war. Ich wollte doch nur frei sein, aber Eritrea ist eine Diktatur,“ berichtet der 22jährige. Jetzt ist er „glücklich in einem freien Land. Ich habe noch keine Probleme in Deutschland gehabt, weder wegen meiner Hautfarbe, noch wegen meiner Sprache. Ich habe Arbeit und eine Wohnung gefunden. Alles, was ich mir vorgenommen habe, habe ich auch geschafft.“
Saymn Zumkial arbeitet im Metallbau. „Ich muss noch eine Zeitlang arbeiten, um meinen Führerschein bezahlen zu können. Danach möchte ich den Hauptschulabschluss machen und eventuell noch weiter zur Schule gehen. Mein Traum ist es, eine Ausbildung zum Elektriker zu machen. Wenn das nicht geht, dann mache ich auch gerne eine Ausbildung zum Zimmermann oder einem ähnlichen Beruf.“
Mit den Plakaten an der Hauptstraße 31 in Niedersprockhövel und an der Mittelstraße 43 in Haßlinghausen will die Flüchtlingshilfe dazu anregen, sich im Internet unter www.behind-the-picture.de weiter zu informieren. Dort gibt es nun auch die Geschichte und ein Video zu Saymn Zumkial. Das Projekt
soll Vorurteile abbauen und zugleich einen Beitrag zum 50jährigen Stadtjubiläum Sprockhövels leisten.

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