Café MITeinander

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Das Café MITeinander ist ein wöchentlicher Treffpunkt  für Geflüchtete, Patinnen und Paten, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Einheimische:

Donnerstags, 16-19 Uhr, ev. Gemeindezentrum, Perthes-Ring 18,45549 Sprockhövel.

Inzwischen ist das Café MITeinander zu einem zentralen Treffpunkt geworden. Jeden Donnerstag begegnen sich ca. 50 – 60 Menschen jeden Alters und jeder Hautfarbe im Café am Perthes-Ring (Ev. Gemeindehaus). 

Viele Helferinnen und Helfer sind aktiv bei der Vorbereitung der Räumlichkeiten und des Kuchenbuffets. Pünktlich um 16 Uhr kommen die Gäste. Zusätzliche Angebote im Bereich Basteln, Kinderschminken, Musik etc. sorgen für ein entspanntes Miteinander und die meisten Gäste bleiben bis zum Schluss. Geflüchtete helfen gerne mit, die Spiel- und Sportgeräte aufzubauen und anschließend wieder wegzuräumen.

An den Tischen herrscht ein großes Sprachgewirr: Tigrinya, Türkisch, Arabisch, Farsi, Englisch, Französisch, … manchmal auch Deutsch. Und wie ein kleines Wunder: man versteht sich, die Sprachen werden untereinander übersetzt.

Viele der Geflüchteten, die schon längere Zeit in Sprockhövel leben, haben in ihren Deutschkursen Satzbausteine zur Verständigung gelernt, die sie nun in Gesprächen anwenden und üben können.

Übrigens – wir diskutieren auch Probleme und helfen so mit kulturelle Unterschiede zu verstehen und zu überwinden. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Gesetze und unsere Werte vermittelt und geachtet werden müssen. Das Einhalten von Regeln und menschenwürdiges Leben muss aber kein Widerspruch sein.

Das  „MITeinander“ ist unser verbindendes Element, mit dem wir Vorurteilen entgegenwirken wollen und dabei unterscheiden wir nicht nach Religion, Geschlecht oder Herkunftsland.

Unser Engagement ist unabhängig, freiwillig und ehrenamtlich. Jeder und jede kann sich nach eigenen Kräften und Möglichkeiten einbringen.

Regelmäßige Teamtreffen und ein Stammtisch fördern Austausch und Vernetzung.  

                                                                                                             

 

Kontaktpersonen: Ingrid Leukers-Bölicke und Andrea Schikfelder
Fotos: Heike Rienermann

Profil des Café MITeinander

 

Zuckerfest im Café MITeinander

Einheimische und Geflüchtete haben zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gemeinsam im Cafè MITeinander das Zuckerfest gefeiert.

Mehr als 60 Besucher, meist muslimische Familien mit ihren Kindern, freuten sich über die bunt gedeckte Kaffeetafel. Diesmal hatten neben dem wöchentlich von der Wodantaler Landbäckerei gespendeten Gebäck Geflüchtete auch speziell für das Fest selbst gemachte Süßigkeiten mitgebracht. Das Team des Café MITeinander überraschte die Kinder mit liebevoll verpackten Tütchen voll Süßem und anderen Kleinigkeiten, die traditionell zum Zuckerfest verschenkt werden. Die Freude der Kinder steckte schnell alle anderen Feiernden an. Moslem oder nicht, die gemeinsame Feier ließ Unterschiede nebensächlich werden.

Auch während der Sommerferien bleibt das im Rahmen der Flüchtlingshilfe Sprockhövel betriebene Café MITeinander im Ev. Gemeindehaus, Perthes-Ring 18, jeden Donnerstag von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Am Freitag, den 5. August ist außerdem ein großes Sommerfest geplant.

Text: Ingrid Leukers-Bölicke und Christoph Meer

Frühlingsfest riss alle von den Stühlen

Blumengeschmückte Räume, begeistert Tanzende aus vielen Nationen, strahlende, bunt angemalte Kinder – beim gemeinsamen Frühlingsfest von Geflüchteten und Einheimischen herrschte ausgelassene Stimmung.

Mit etwa 200 Gästen kam das evangelische Gemeindehaus am Perthes-Ring an seine Kapazitätsgrenze. Die Flüchtlingshilfe Sprockhövel und ihr Projekt Café MITeinander, die das Fest auf die Beine gestellt hatten, konnten hochzufrieden sein. Auch die etwa 30 Helferinnen und Helfer freuten sich, dass ihre Mühen belohnt wurden.

Das bunte Programm in buntgeschmückten Räumen begann mit Frühlingsliedern zur Gitarre. Dem deutschen „Horch, was kommt von draußen rein“ folgten wenig später arabische Klänge auf der Saz. Dieses Saiteninstrument ist vor allem aus der türkischen volkstümlichen Musik bekannt. Als dann zu heißen lateinamerikanischen Merengue-Rhythmen zum Mitmach-Tanz aufgefordert wurde, ließ sich niemand lange bitten. Beim Kreistanz Hand in Hand waren die Sprach- und Kontaktbarrieren schnell überwunden.

Zum Höhepunkt des Abends entwickelte sich der Auftritt der Sprockhöveler Band „Blue House“. Die Boygroup heizte dem Saal so richtig ein, ihre Musik hielt keinen mehr auf den Stühlen. In dieser ausgelassenen Stimmung fühlten sich alle rundum wohl und gut aufgenommen. Unterschiede wurden nebensächlich, das gemeinsame Miteinander stand im Vordergrund.

Unter den Gästen waren auch viele Familien mit Kindern. Die freuten sich besonders über die Schminkaktion und präsentierten im Laufe des Abends strahlende, bunt angemalte Gesichter. Für Speisen und Getränke war natürlich auch gesorgt. Das schon bei anderen Veranstaltungen bewährte Mitbring-Buffet bot auch diesmal eine leckere Speisenvielfalt.

„Das war bestimmt nicht die letzte Veranstaltung dieser Art,“ sagte eine Helferin, „wir freuen uns, wenn die Menschen, die wir im Alltag mit ihren Sorgen und Nöten begleiten, hier für einige Stunden dies alles vergessen und fröhlich feiern können.“

Der Blumenschmuck soll auch weiter Geflüchtete und Einheimische erfreuen. Bei der Aktion „Sprockhövel putz(t) munter“ am 9. April sollen die Blumen rund um Flüchtlingsunterkünfte eingepflanzt werden.

 

Text: Ingrid Leukers-Bölicke und Christoph Meer

"Blue House" bringt alle zum Tanzen